Glukokortikoid Potenzen

Was sind Glukokortikoide? (Cortison)

Glukokortikoide gehören zu den Steroidhormonen. Sie werden in der Nebennierenrinde produziert und wirken unter anderem auf den Zuckerstoffwechsel ein. Es wird aus dem Cholesterin, das entweder aus der Nahrung stammt oder aus Acetyl-CoA in der Leber gebildet.

Das Cortison wird zyklisch gebildet, wobei der Cortisolspiegel in der Nacht am niedrigsten ist und am frühen Morgen stark ansteigt. Es präpariert sozusagen den Körper für den Tagesstress.

Es wirkt in fast allen Zellen des Körpers. Besonders Leber, Muskulatur, Fettgewebe, Haut und im lymphatischen Gewebe.
Natürliche und synthetische Glukokortikoide

Grundsätzlich sind Cortison und Cortisol (Hydrocortison) die natürlichen Glukkortikoide, die primär für die Hormonersatztherapie eingesetzt werden. Auch einige synthetische, die dann, je nach Potenz/Wirksamkeit entsprechend dosiert werden müssen.
Glukokortikoide lassen sich grob in natürliche Glukokortikoide, die physiologisch im Körper vorkommen, und synthetische Glukokortikoide, die für die medikamentöse Therapie chemisch hergestellt werden, unterscheiden.

Bei schweren Entzündungen oder Erkrankungen kann es zum Einsatz von mehreren Glukokortikoiden kommen, z. B. Hydrocortison und Dexamethason. Es kann zu schweren Nebenwrikungen durch die hohe Dosierung kommen. Grundsätzlich immer alle Medikamente dem Arzt nennen, die eingenommen werden, da sich viele Hormonmedikamente in ihrer wirkung beeinflussen.
Die Potenzen der gängisten Glukokortikoide
Der Mensch produziert täglich etwa 15 bis 25 mg Cortisol.Dadurch ergeben sich folgende Dosen:

Glukokortikoide Potenzen

Glukokortikoide Potenzen

Wie wirken Glukokortikoide?

Glukokortikoide zählen zu den katabolen Steroiden. Sie mobilisieren die im Körper gespeicherten Ressourcen und stellen sie in Stresssituationen schnell zur Verfügung. Sie sind die biologische Reaktion auf Stress.

Wirkung auf den Stoffwechsel

Glukokortikoide steigern den Blutzuckerspiegel durch verschiedene Mechanismen, u. a. durch Stimulation der zellulären Glucoseproduktion in der Leber, (Gluconeogenese), Mobilisierung des Fettes in Adipozyten (Lipolyse) sowie die Glucagon-Sekretion.
Gehemmt wird die zelluläre Glucoseaufnahme sowie die Insulin-Sekretion.

Zu den wichtigsten pharmakologischen Eigenschaften der Glukokortikoide die Entzündungshemmung. Sie können Entzündungsreaktion auf nahezu allen Ebenen reduzieren, in dem sie den Zellstoffwechsel der beteiligten Zellen steuern. Ein weiterer Weg ist Aktivierung von Lipocortinen.

Neben den oben genannten Effekten haben die Glukokortikoide auch mineralokortikoide Wirkungen, die den Elektrolythaushalt beeinflussen. Diese Komponente ist bei den natürlichen Glukokortikoiden stärker ausgeprägt als bei den synthetischen.

Nebenwirkungen

Das Glukokortikoide starke Nebenwirkungen haben können, ist unbestritten. Besonders bei falscher Dosierung.
Und gerade bei den Nebenwirkungen berichten Betroffene von einer Vielzahl davon. So sei nur das „Verfaulen“ von Zähnen, trotz sorgfältigster Zahnhygiene.

Muskelatrophie
Osteoporose
Hyperglykämie
Hautatrophie
Vollmondgesicht
Striae rubrae
Katarakt
Glaukom
Wachstumsstörungen
Immunsuppression
Psychische Veränderungen (Euphorie, Unruhe, Aggressivität, Schlafstörungen, Appetitsteigerung)

Anmerkung des Autors
Natürlich gehören die Glukokortikoide zu den wichtigsten Hormonen. Gerade bei Morbus Addison (Mangel) und Morbus Cushing (Zuviel) zeigt sich der starke Einfluss auf den Körper. Leider müssten in der Praxis Glukokortikoide schnell auf den Körper einwirken können, z. B. bei einem Unfall oder plötzlichem Stress. Von der Einnahme bis zur Wirkung von Glukokortikoiden können schon 30 – 45 Minuten vergehen. Heute ist es leider auch ein Teil des Körperkults, dass man vor der Zunahme durch Medikamente Angst hat. Ich darf Herrn Dr. Beyer zitieren, der nach wie vor sagt, dass schon viele an einem Glukokortikoid-Mangel gestorben sind, aber noch keiner an einer Überdosis.