Akromegalie

Die wohl bekannteste, an Akromegalie erkrankte Persönlichkeit ist Richard Kiel, besser bekannt als der Beißer, der in James Bond Filmen seine besten Auftritte hatte.
Akromegalie wird durch ein hormonproduzierendes Adenom verursacht. Der Wachstumshormonüberschuss führt in der Kindheit zu einem Riesenwuchs, wenn er im Erwachsenenalter auftritt zu einer Vergrößerung der Akren (Ohren, Nase), aber auch Kiefer, Hände und Füße. Es kommt auch zu einer Vergrößerung der inneren Organe. Gerade im Erwachsenenalter wird Akromegalie erst spät erkannt, da die Veränderungen schleichend sind. Merkmale sind größere Zahnabstände oder, dass man größere Schuhe als früher benötigt.

Symptome
Vergrößerung der inneren Organe. Äußerlich verändern sich vor allem die Gesichtszüge, Lippen werden wulstiger und die Stirn über den Augebrauen tritt hervor.
Weitere Symptome der Akromegalie sind Muskelschwäche, Gelenkbeschwerden und Arteriosklerose.
Es kommt oft auch zu Wassereinlagerungen, die das Karpaltunnelsyndrom hervorrufen können. Dieses vershcwindet aber wieder, wenn der Wachstumshormonüberschuss beendet werden kann.
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist fast immer ein Symptom, denn Wachstumshormone setzten die Wirksamkeit des Insulins herab.
Die Wachstumshormon produzierenden Tumore neigen zwar nicht zu Metastasen, aber das Wachstumshormon kann zu bösartigen Dickdarmpolypen führen. Also regelmäßig zur Darmspielgelung gehen!

Behandlung
Die häufigste Behandlungsform ist die operative Entfernung des Tumors an der Hirnanhangsdrüse. Entweder transsphenoidal, also durch die Nase und Teile der Nasennebenhöhlen oder transkraniell, Öffnung der Schädeldecke.
Wenn das hormonaktive Gewebe nicht ganz enfernt werden konnte, müssen Medikamente ran.
-Cabergolin ist ein Dopaminagonist, besetzt also die Rezeptoren für Dopamin und vermindert so den Ausstoß von Prolaktin.
-Die Somatostatinanaloga Octreotid und Lanreotid (synthetische Analogone)
-Der Wachstumshormonantagonist (Antagonist = in etwa Gegenspieler) Pegvisomant, der das Wachstumshormon hemmt.
Wie bei vielen hormonaktiven Tumoren kann vor einer Operation eine medikamentöse Behandlung mit dem Ziel der Tumorverkleinerung durchgeführt werden. Bei großen Tumoren ist auch eine Bestrahlungstherapie eine Option.