Die Geschichte von Heike E.

Im September 2013 erfuhr ich durch einen Zufallsbefund das ich was im Kopf hatte was da nicht hingehört. Ich war fix und fertig und nur noch am Heulen. Es folgte der  Augenarzt aber da war zum Glück noch alles in Ordnung. Dann folgte der Endo, es wurde ein Hormontest gemacht der aussagte, dass ich Östrogenmangel hatte, das Cortisol war zu diesen Zeitpunkt noch in Ordnung.
In dieser Zeit ging ich durch die Hölle, vom planen meiner Beerdigung bis hin zum du schaffst das schon. Wechselte meine Stimmung täglich. Im November 2013 wurde ich in Erlangen operiert.
Meine Bettnachbarin lag schon 8 Wochen dort und erzählte mir daß sie durch die OP eine Lungenembolie bekommen hätte. Na super und das am ersten Tag in der Klinik jetzt bekam ich natürlich noch mehr Angst. Man war sich zu diesem Zeitpunkt nicht sicher ob ich eine Zyste hatte oder ein Adenom.
Leider wurde mein OP Termin um einen Tag verschoben ich war fix und alle. Am nächsten Tag morgen ums 8.oo Uhr wurde ich operiert, als ich wach wurde bekam ich den nächsten Schock.Eine Wunde am Oberschenkel und im Rücken ein Schlauch na toll ich begann zu weinen, warum ich?
Als ich auf mein Zimmer kam war gerade Visite, ich bekam nur die Hälfte mit was über mich gesagt wurde, sie sagten ich hätte Glück gehabt es wäre eine Zyste gewesen. Ich hatte so schrecklichen Durst aber sie wollte mir nichts geben, eine Schwester stellte mir dann ein Glas Wasser hin, ich hatte noch nicht alles getrunken da musste ich mich übergeben. Es war alles voll mit Blut, da bekam ich das erste Mal Minirin. Nach 12 Tagen wurde ich entlassen, seitdem muss ich HC nehmen. Sie konnten mich mit dem Minirin nicht einstellen da ich es nur alle 2-3 Tage brauchte. Ich war froh wieder daheim zu sein
Wieder daheim ab zum Endo, da wurde erst mal ein kleinen Blutbild gemacht, er sagte mir noch mal wie wichtig das HC für mich wäre. Dann kam der nächste Große Hormontest ich hatte die Hoffnung das ich kein HC mehr brauchen würde aber leider ist es bis jetzt nicht der Fall, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf das meine Hypophyse irgendwann wieder von alleine arbeitet. Was schon komisch war ist das ich nach dem Krankenhaus alles nur eiskalt trinken konnte. Ich suchte die Nähe von Wasser und ich musste unbedingt schwimmen gehen das hatte ich früher nicht gemacht.
Ich war irgendwie süchtig nach Wasser, verrückt oder?. Ich kaufte mir sogar ein Aquarium in dieser Zeit. Das ganze dauerte ungefähr ein halbes Jahr an. Das einzigste was blieb ist das ich seit meiner OP jeden Tag nach rechne was ich am Tag trinke ,da hab ich voll den hau weg. Alles in allem kann ich mich eigentlich nicht beschweren, okay ich bin nicht mehr so Leistungsfähig wie früher, aber ich kann ganz normal am Leben teilnehmen. Wir sind selbstständig und so bin ich nach einer Woche wieder arbeiten gegangen meinen Job (ich mache Haushaltsauflösungen) habe ich nach 3 Monaten wieder gemacht. Mein letzter MRT Befund keine Neubildung der Zyste. Bei meinem  letzten Blutbefund stimmte ein Nierenwert nicht jetzt schauen wir mal was dabei herauskommt.
Nur nicht die Hoffnung verlieren!